Augsburger wechseln Gasanbieter

Zuletzt zum 1. Oktober haben die Stadtwerke an der Gaspreis Schraube gedreht - um 20 Prozent. Das war die dritte Erhöhung dieses Jahr. Für viele Augsburger war das zu viel. Über 1000 Kunden sind allein den Stadtwerken zu privaten Anbietern mit besseren Konditionen abgesprungen.

Erdgas Schwaben hat sogar einen Verlust von über 5000 Kunden.

Vor allem das Münchner Unternehmen Montanagas hat im Netzgebiet der beiden Großen gewildert - mit Kampfpreisen, die bis zu 14 Prozent günstiger lagen. Die Chance, verlorene Kunden zurückzuholen, sehen Erdgas Schwaben und Stawa zum Jahreswechsel. Man hofft auf eine Preisreduzierung. Versprechen will dies zum jetzigen Zeitpunkt aber niemand.

"Unsere Kampagne ist voll aufgegangen", sagt Valeria Söhngen von Montanagas. Über 6000 Kunden habe man im Bereich von Erdgas Schwaben und Stadtwerken abwerben können. Das seien mehr als doppelt so viele wie erhofft. Der Münchner Erdgasanbieter kündigt an, sich noch stärker im Augsburger Markt zu engagieren. Er werde seine günstigen Preise vorerst nicht anheben. Söhngen: "Auch nicht im Januar."

Die Stadtwerke hoffen auf günstigere Einkaufspreise und halten eine Anpassung nach unten angesichts der gefallenen Rohölpreise für möglich, so der Geschäftsführer Claus Gebhardt. Doch noch sei keine Entscheidung gefallen.

Eine Erhöhung schließt Gebhardt aus. "Wir haben damit gerechnet, dass andere Anbieter mit Dumping-Preisen auf den Markt drängen", sagt er. Der Kundenverlust sei nicht dramatisch, er liege unter dem Bundesdurchschnitt. Mit neuen Angeboten und einer Imagekampagne ("Ihr Geld bleibt hier") versuche man im Wettbewerb zu punkten. Gebhardt verspricht "faire Preise": "Vergünstigungen beim Einkauf geben wir sofort an die Kunden weiter."

"Wir geben unsere verlorenen Kunden nicht auf", betont Christian Blümm, Marketingchef von Erdgas Schwaben. Auch er hält eine Preisreduzierung zum Jahreswechsel für möglich. Mit dem Verlust von sieben Prozent habe man gerechnet. Doch Erdgas Schwaben wachse jährlich um bis zu 2000 Neukunden. Das relativiere diese Zahl wieder.

Mit Sailer Mineralölhandel mischt auch ein Augsburger Unternehmen im Erdgas-Markt mit. Man sei mit dem Echo zufrieden, heißt es. Doch nach AZ-Informationen wechselten statt der erhofften mehreren Tausend Kunden, nur einige Hundert. "Wir greifen zum Jahreswechsel wieder an", sagt das Unternehmen dazu.



Infoquelle: augsburger-allgemeine.de

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