Energiefachmesse enertec in Leipzig

Die Energiefachmesse enertec findet vom 27. bis 29. Januar 2009 in Leipzig statt.


Über die Wärme- und Stromerzeugung aus Biomasse hinaus widmet sich die enertec erstmals den Erdgas-KWK-Anlagen und wird der Branche hierfür eine adäquate Plattform bieten", sagt Claudia Anders, Projektdirektorin der enertec.
Der Primärenergieverbrauch der Deutschen ist gigantisch. Er beträgt jährlich 3.645 Terawattstunden (TWh). Nicht weniger gewaltig sind die Umwandlungsverluste, bevor diese Energie in Form von Elektrizität, Wärme oder Benzin beim Endverbraucher ankommt. Sie summieren sich auf 1.095 TWh. Knapp 30 Prozent der Energie gehen unterwegs verloren. Bei der Erzeugung elektrischer Energie sind es sogar Leistungsverluste um die 60 Prozent, da die Stromerzeugung in herkömmlichen Kraftwerken besonders verlustreich ist.
Selbst moderne Kraftwerke auf fossiler Basis erreichen nur Wirkungsgrade bis 53 Prozent. Zudem ist die Stromproduktion in Kraftwerken immer mit erheblichen Wärmeverlusten verbunden.
Um deutliche Steigerungen der Energienutzung zu erzielen, muss die Abwärme Verwendung finden. Das geschieht in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Anlagen, die sowohl Strom als auch Wärme abgeben und einen wesentlich höheren Nutzungsgrad erzielen. Bei großen KWK-Anlagen, die bereits eine elektrische Leistung bis 700 Megawatt erreichen können, liege der Wirkungsgrad bei 80 bis 85 Prozent, informiert dazu Adi Golbach, Geschäftsführer des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK), ideeller Träger der Energiefachmesse enertec. Kleinere Mini- oder Mikro-KWK-Anlagen, die oft nur die Größe einer Waschmaschine haben und für Einfamilienhäuser, Wohngebäude, kleinere Gewerbebetriebe oder Hotels genutzt werden, erreichen sogar 90 Prozent. Laut Golbach werden bereits zwölf Prozent des deutschen Stroms mit dieser noch jungen Technologie in KWK-Anlagen erzeugt. Auch für die Zukunft erwartet er enorme Steigerungsraten. Die Bundesrepublik hat sich verpflichtet, ihre Energieeffizienz bis 2020 zu verdoppeln - gemessen am Stand von 1990. "Das erfordert jährliche Steigerungsraten von drei Prozent, was ohne KWK nicht möglich ist", so der Verbandsgeschäftsführer.

Als ersten Punkt ihres Energie- und Klimaschutzprogramms avisiert die Bundesregierung deshalb bis 2020 eine Verdopplung des nationalen KWK-Anteils auf 25 Prozent. Neben einer Minderung des Energieverbrauchs bedeutet dies deutlich geringere Treibhausgasemissionen, so Golbach.

In den Niederlanden, Dänemark und Frankreich werden bereits um die 50 Prozent des Stroms auf Basis solcher Energiewandlungsanlagen erzeugt. Dass dieses Ziel auch für Deutschland realistisch ist, ergab eine 2006 im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellte Potenzialstudie. "Viele reden von Krisen, wir reden von Aufschwung", gibt sich Golbach deshalb für die Zukunft seiner Branche zuversichtlich. Erste deutsche Kommunen und Landkreise haben den Trend erkannt.

Die Stadt Flensburg beispielsweise bezieht bereits ihre komplette Elektroenergie aus KWK-Anlagen, der Landkreis Schwäbisch-Hall und Metropolen wie München und Leipzig rund zur Hälfte. Zur enertec im Januar 2009 bildet die dezentrale Energietechnik, speziell die Kraft-Wärme-Kopplung, den thematischen Schwerpunkt. Der stark wachsende Ausstellungsbereich der dezentralen Energietechnik ist mit Motoren- und Anlagenherstellern, Komponentenherstellern und Dienstleistern breit aufgestellt. Führende KWK-Unternehmen wie Deutz Power Systems, Siemens Turbomachinery Equipment, Senertec oder KCO Cogeneration & Bioenergie (Kohlbach-Gruppe) stellen ihre Innovationen vor.

Infoquelle: umweltruf.de

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