Bulgarien ohne Erdgas

Das südosteuropäische Land ist durch den Erdgas Boykott schwer getroffen und muss den Gaskonsum um zwei Drittel zurückfahren.

Die Presse berichtet:

diepresse.com - SOFIA. Pünktlich zu Arbeitsbeginn nach der zweiwöchigen Feiertagsperiode hat der Winter mit frostiger Kälte und ergiebigen Schneefällen von Bulgariens Hauptstadt Sofia Besitz ergriffen; mühselig stapfen die Sofioter über unzureichend geräumte Straßen zu oftmals schlecht beheizten Arbeitsplätzen. Ob sie es zumindest in ihren Wohnungen behaglich haben werden, steht seit Dienstagmorgen plötzlich in Frage; um 3.25Uhr wurden an der ukrainisch-rumänischen Grenze die Gaslieferungen für Bulgarien gestoppt, betroffen davon sind auch die Türkei, Griechenland und Mazedonien.

Es ist nicht recht, Bulgarien zur Geisel eines solchen Konflikts zu machen“, kritisierte Ministerpräsident Sergej Stanischev den ohne Vorwarnung verhängten Lieferstopp infolge des russisch-ukrainischen Gasstreits. Nach einer eilends einberufenen Krisensitzung seiner Regierung gab Stanischev im Beisein von Wirtschafts- und Energieminister Petar Dimitrov und dem Direktor des nationalen Gasversorgers Bulgargaz, Dimitar Gogov, bekannt, der nationale Konsum müsse um zwei Drittel gesenkt werden, da das Land nunmehr auf seine Gasreserven angewiesen sei. Seit der kommunistischen Zeit ist Bulgarien, was Erdgas betrifft, zu hundert Prozent auf Lieferungen aus Russland angewiesen.

Vorrang für Kindergärten

Von den im bulgarischen Speicher Tschiren gelagerten 570 Mio. Kubikmetern Gas kann Bulgargaz täglich lediglich 4,5 Mio. ausliefern, ein Drittel des normalen Bedarfs. „Wir werden unser Bestes geben, damit die Menschen unter den Auswirkungen der Krise nicht zu leiden haben“, beteuerte Stanischev und erklärte, öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten sowie kommunale Fernwärmenetze und aus technologischen Gründen von Gas abhängige Industriebetriebe würden von seiner Regierung als prioritär angesehen.



„Es ist nicht recht, Bulgarien zur Geisel eines solchen Konflikts zu machen“

Ministerpräsident Sergej Stanischev

Als „schweren Schlag gegen die nationale Volkswirtschaft“ wertete Wirtschafts- und Energieminister Dimitrov das Versiegen des Gasstroms. Am Mittwoch wollte er sich mit Vertretern von sechzig großen Industrieunternehmen treffen, um sie über seine im Einklang mit dem Energiegesetz veranlassten Restriktionsmaßnahmen in Kenntnis zu setzen. Allerdings zeigte er sich optimistisch, die Krise könne schnell behoben werden, da die russisch-ukrainischen Verhandlungen andauerten.

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