Kanadier sind auf Schatzsuche in MV nach Öl und Erdgas und machen sich die Tiefenbohrungen aus DDR-Zeiten zu Nutze.
Internationale Ölsucher kommen nach Ostern zur Forschungsreise ins mecklenburgische Sternberg.
Es geht um Erdschichten, Bohrkerne, Rohstoffe – und Profite.
Infoquelle: nordkurier.de
Sternberg. Das Ziel der kanadischen Schatzsucher: die Geologische Landessammlung Mecklenburg-Vorpommerns. In zwei Hallen des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) liegen 66000 Meter Bohrkerne in riesigen Regalen, Proben aus Erdschichten von 1000 bis 8000 Metern Tiefe. Das „geologische Gedächtnis“, wie es Geologe Dr. Karsten Obst nennt, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Schatz – Beleg für Vorkommen von Bodenschätzen wie Erdgas oder -öl.
Ironie des Schicksals: Vor allem in den 1960er- und 70er-Jahren habe die sozialistische DDR als rohstoffarmes Land großflächig in die Tiefe bohren lassen. Die Norddeutsche Platte – heute in MV, Brandenburg und Sachsen-Anhalt gelegen – sei vor allem wegen Erdöls durchforstet worden. Heute zieht die Sammlung Experten internationaler Konzerne magisch an.
