Nachdem schon vor 1,5 Jahren ein Streit um offene Gasrechnungen zwischen der Ukraine und Russland entbrannt war, steht nun der nächste Ärger an. Weissrussland hat bei der halbstaatlichen Gasprom Schulden in Höhe von 192 Millionen Euro.
Der russische Regierungschef Medwedjew drohte offen damit , andernfalls die Gaslieferung zu drosseln. Weißrussland ist bislang nicht bereit die immer weiter steigenden Öl- und Gaspreise zu zahlen.
Der eigentliche Grund für den aktuellen Streit ist jedoch ein anderer. Weißrussland möchte einen für die Zollunion zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan wichtigen Kodex erst ratifizieren, wenn es Gas und Öl wieder zu vergünstigen Konditionen erhält. Die Chancen dafür dürften jedoch nicht allzu gut stehen. Schließlich hängt allein die weißrussische Agrarindustrie zu 80 Prozent vom Export nach Russland ab. Zudem wird Weißrussland seine Rolle als wichtiges Transitland nicht aufs Spiel setzen wollen – auch weil Russland mit den neuen Pipelines North Stream und South Stream schon bald unkompliziertere Alternativen zur Verfügung hat. Quelle: gas.idealo.de
