Trotz massiver Bedenken der Bevölkerung stimmte der Gemeinderat den Erdgas Probebohrungen in Nordwalde zu. muensterschezeitung.de schreibt
Der Gemeinderat habe den Exxon-Plänen zugestimmt, sagte Bürgermeisterin Sonja Schemmann. Kritiker fürchten negative Auswirkungen auf Umwelt und Anwohner. In Nordwalde hatte sich zuletzt eine Interessengemeinschaft gegen das Projekt gegründet. „Die Produktion von Erdgas aus Kohleflözen ist eine unerprobte Technik. Ein Experimentieren mit intensiven Bergbaumethoden verbietet sich in dicht besiedelten Gebieten wie hier“, so Rudolf Fischer von der UWG-Ratsfraktion in Nordwalde.
Doch das soll für den Energiekonzern ExxonMobil nicht die einzige Gasbohrstelle im Münsterland bleiben. Neben der bereits beantragten Bohrung in Nordwalde will Exxon auch in Borken nach Erdgas suchen.
„Ob tatsächlich gefördert wird, das steht noch in den Sternen“, sagt Lask. Für die Stadt Borken würde sich die Förderung lohnen: „Neben einer Förderabgabe an das Land müsste das Unternehmen natürlich Gewerbesteuer zahlen“, so Lask.
Bedenken Seitens der Bevölkerung werden besänftigt. So die muensterschezeitung weiter:
Norbert Stahlhut, Leiter der Unternehmenskommunikation der ExxonMobil Production Deutschland GmbH, zeigt Verständnis: „Ich verstehe, dass da viele Fragen und Ängste sind“, sagt Stahlhut. „Deshalb reden wir auch mit allen Betroffenen und erklären, was wir machen.“ Vor allem aber: „Wir wissen ja noch gar nicht, ob dort überhaupt Gas zu fördern ist.“
Noch liegt aber für Borken kein Antrag für Probebohrungen vor.
Für Nordwalde wartet man noch auf das grüne Licht der Bezirksregierung Arnsberg. Bezirksregierungssprecher Christoph Söbbeler teilt mit, dass das Antragsverfahren läuft und man lediglich auf einige Stellungnahmen wartet.
Wenn alles wie geplant läuft, dann werden die ersten Bagger ihre Arbeiten bereits im Januar 2011 aufnehmen.

