Die Bodensee-Wasserversorgung (BWV) hat Kritik an den Erdgas-Bohrungen am Bodensee verlauten lassen. Man sprach sich deutlich gegen die Bohrungen aus. Offenbar bergen die Förderverfahren für das vermutete Schiefergas erhebliche Risiken. Das sagt zumindest BWV-Geschäftsführer Hans Mehlhorn.
Der Bodensee als einer der größten Trinkwasserspeicher Europas dürfe nicht durch solche Bohrungen gefährdet werden, so Mehlhorn am Donnerstag.Seit 2009 sucht die britische Company 3Legs Resources in der Bodenseeregion nach Erdgas. Damals erhielt die Firma 2 Lizenzen zur Erkundung von so genanntem unkonventionellem Erdgas. Laut BWV werden dort Messungen des Erdreichs vorgenommen, um die vermuteten Schiefervorkommen zu finden.
Um solches Erdgas zu fördern, müsste es in 1.000 Metern Tiefe mit dem Druck von Sand, Chemikalien und Wasser aus dem Gestein herausgebrochen werden. Dadurch werden Risse in der Erdoberfläche oder die Verunreinigung des Grundwassers befürchtet.Die benötigte Erlaubnis zu Bohrungen, auch zu Testbohrungen, wurde von der Bergbehörde jedoch noch nicht erteilt.
Infoquelle: http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=7877782/f5iyjh/
